Die Diskussionen um die Zukunft der gestürzten Bismarck-Statue in der Rudolf-Schäfer-Anlage sind noch in vollem Gange. Anlässe, die einer stärkeren Aufmerksamkeit bedürfen, gibt es genug, und so blieb der verwaiste Sockel nicht lange leer.
Femizide, also Tötungen von Frauen und Mädchen wegen ihres Geschlechts, gehören an die Öffentlichkeit, befanden Aktivisten, die seit Mitte des Monats den Sockel des Bismarckdenkmals dafür nutzen, auf einen Umstand hinzuweisen, der in einigen Kulturen praktiziert und toleriert wird. Ein Paar roter Pumps, seit neuestem versehen mit einem Blumenstrauß, prangern an, dass zum Beispiel alleine in Deutschland im Jahr 2023, laut Statistik des BKA, mehr als 150 Frauen von nahen – meist männlichen – Familienangehörigen ermordet wurden. Die Pumps stehen auf einem Schild mit der Aufschrift: „Nehmt ihr uns eine, antworten wir alle – Frauen gegen Femizide“. mi