15. Dezember 2020

„Es tut sich viel“

Trotz der Corona-Pandemie gibt es viele Projekte im Frankfurter Westen

Edda Bhattacharjee (rechts) und Markus Großbach (links) vom Kultur- und Museumsverein Bolongaro überreichten Oberbürgermeister Peter Feldmann einen Wandteppich, der nach der Sanierung den neuen Bolongaropalast schmücken soll. Bis dahin hängt er im Vorraum des Fendel-Pavillons. „Ein Meisterwerk ist entstanden. Der Teppich ist Zeugnis des vielfältigen Bürgerengagements in Frankfurt und speziell im Westen“, würdigte das Stadtoberhaupt das Geschenk. Foto: Stadt Frankfurt

Oberbürgermeister Peter Feldmann hat am Donnerstag vergangener Woche bei einer Pressekonferenz im Höchster Bolongaropalast die aktuellen Entwicklungen und Maßnahmen der Stadt im Frankfurter Westen vorgestellt.

„Uns alle schränkt die Pandemie ein und stellt uns vor Herausforderungen. Besonders trifft es alle, die ihrer Arbeit nicht nachgehen können. Ich denke an Schausteller, Kulturschaffende, Gastwirte und Vereine, die mit ihrem Wirken unzählige Veranstaltungen organisiert und durchgeführt haben, wie das Höchster Schlossfest, Barock am Main, das Neue Theater Höchst, die Jahrhunderthalle und Straßenfeste und Weihnachtsmärkte in den Stadtteilen“, erläuterte Peter Feldmann die schwierige Situation im westlichen Teil Frankfurts.
Das Stadtoberhaupt berichtete jedoch auch von vielen Neuigkeiten aus den westlichen Stadtteilen Griesheim, Höchst, Nied, Sindlingen, Sossenheim, Unterliederbach und Zeilsheim. An erster Stelle ging er auf die Sanierung und Neukonzeption des Bolongaropalastes: Dort hatten sich Verzögerungen ergeben, die Arbeiten an der Fassade und dem Dach sind jedoch in vollem Gange. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2023 angesetzt. „Die Vorfreude auf den Palast und das dort integrierte Porzellanmuseum erlebe ich bei meinen Führungen über die Baustelle und das bereits sanierte Standesamt regelmäßig. Die Geschichte und der Werdegang des Hauses und die vielfältigen Baumaßnahmen wecken großes Interesse, weshalb wir weitere Führungen für das kommende Jahr geplant haben“, sagte Peter Feldmann.
Gebaut wird jedoch nicht nur am Bolongaropalast, sondern auch am Klinikum Höchst: „Hier arbeiten alle Beteiligten mit Hochdruck daran, dass eine Inbetriebnahme Ende 2021 möglich wird“, berichtete Peter Feldmann. Zudem werde gerade bezüglich der Nachfolge von Klinikgeschäftsführerin Dorothea Dreizehnter beraten. Nicht weit vom Krankenhaus entfernt, am Höchster Bahnhof, können sich Fahrgäste seit diesem Jahr über einen barrierefreien Ausbau freuen, zudem hat die Stadt den Vorplatz des Bahnhofsgebäudes inklusive des Busbahnhofs aufgewertet. Und auch das Empfangsgebäude soll saniert werden, dafür hat die Stadtverordnetenversammlung Anfang November 950.000 Euro freigegeben.
Feldmann betonte jedoch auch, dass „der Frankfurter Westen nicht nur Höchst“ sei, und stellte Projekte in weiteren Stadtteilen vor. In Sossenheim werden durch das Bund-Länder-Programm „Sozialer Zusammenhalt“ Sofortmaßnahmen zur Stadtaufwertung umgesetzt, wie beispielsweise die Aufwertung verschiedener Spiel- und Bolzplätze in Sossenheimer Siedlungen. „Bei diesem Programm ist es mir wichtig, dass die unmittelbar Betroffenen mitentscheiden, wofür Geld investiert wird“, sagte das Stadtoberhaupt.
Auch an den dortigen Schulen tue sich viel, wie Feldmann anhand der Baumaßnahmen an der Robert-Blum-Schule und der Hostatoschule in Höchst, der Ludwig-Weber-Schule in Sindlingen und der Henri-Dunant-Schule in Sossenheim ausführte. Weiterhin stellte der Oberbürgermeister aktuelle Projekte der Konversions-Grundstücksgesellschaft (KEG) sowie der Nassauischen Heimstätte und der ABG Frankfurt Holding im Westen der Stadt vor. red

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