23. September 2021

Gute Noten für Hüft- und Knieprothesen

Im aktuellsten Jahresbericht des Endoprothesenregisters Deutschland, der bundesweit die Qualität der teilnehmenden Kliniken beim Ersatz von insgesamt über einer halben Million künstlicher Hüft- und Kniegelenke vergleicht, erreicht die Klinik für Orthopädie am Klinikum Frankfurt Höchst bei den Knie- und Hüftprothesen sehr gute Ergebnisse. Diese sind – in den meisten Qualitätsindikatoren – besser als der bundesweite Vergleichsmaßstab.

Dem Bericht zufolge wurden weniger Wechsel- oder Folgeoperationen nach einer Erstimplantation in Frankfurt Höchst nötig. Auch die Infektionsrate ist geringer. Gründe für einen Wechsel der eingesetzten Prothese können Lockerungen, nicht optimal passende Implantate oder in selten Fällen auch Infektionen sein.
In der Analyse wurden insgesamt 1.220 Erstimplantationen am Klinikum Frankfurt Höchst berücksichtigt – davon 681 Hüftgelenksprothesen sowie 536 Knieprothesen. Aufgrund der Vergleiche der bundesweiten Daten über das jeweils verwendete Material enthält der Qualitätsbericht des Endoprothesenregisters ebenso Hinweise über mögliche anstehende Komplikationen nach einem Gelenkersatz innerhalb von zwei Jahren. Die für Höchst angegebenen Werte sind auch hier messbar besser als im bundesweiten Vergleichsmaßstab: Sie tendieren gegen null. Das Alter der im Register erfassten operierten Patienten lag im Bundesdurchschnitt bei 71 Jahren, in Höchst bei 72 Jahren.
„Die für das Register festgelegten Qualitätsindikatoren sind eine überprüfbare Relevanz für die Patientensicherheit und Versorgungsqualität. Die Ergebnisse zeigen uns, dass die hier eingesetzten Verfahren und Implantatsysteme verlässlich sind, ein Sicherheitsaspekt vor allem für die Patienten“, erläutert Prof. Dr. med. Wolfgang Daecke, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie und Leiter des Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung die Ergebnisse. Pro Jahr werden über 400 Hüftgelenks- und Kniegelenksprothesen eingesetzt.
Das Register sammelt und analysiert seit 2012 anonymisierte Operationsdaten der Krankenhäuser sowie Daten der Kran­kenkassen und der Implantathersteller inklusive des jeweils verwendeten Materials. Ziel ist eine kontinuierliche Qualitätsmessung und -darstellung der endoprothetischen Hüft- und Knieversorgung in Deutschland. Es trägt dazu bei, die bereits gute Versorgung von Patienten mit Gelenkersatz anhand der Langzeitbetrachtung von Echtdaten stetig zu verbessern.
Im zertifizierten Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung am Klinikum Frankfurt Höchst werden künstliche Hüft- und Kniegelenke auf die jeweiligen Bedürfnisse der Patienten maßgeschneidert und qualitätsgesichert angepasst. Ein wesentliches Kriterium für das Zertifikat ist – neben den erforderlichen Strukturen und Erfahrungen der Operateure – auch die Anzahl der Gelenkersatz-Operationen. red

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