Trist und schmucklos präsentiert sich schon seit geraumer Zeit der Ettinghausen-Platz. Die Parteien des Ortsberiates 6 ziehen nun an einem Strang, um den Magistrat dazu zu veranlassen, den geschichtsträchtigen Platz endlich aus seinem Nischen-Dasein zu holen.
Personalmangel wurde vom Stadtplanungsamt bisher als Grund dafür angegeben, dass sich seit dem Gestaltungswettbewerb von 2021 in Sachen Umgestaltung nichts mehr tut. Ortsvorsteherin Susanne Serke (CDU) hatte in einem Eilantrag die Frage eingebracht, ob bis zum 9. November zumindest eine Zwischenlösung zu erwarten sei. Im Jahr 2028 soll um 90. Jahrestag der Novemberpogrome der Platz ansprechend umgestaltet sein, wenn es auch nach den Wünschen der Grünen geht, die – ergänzend zu dem CDU Antrag – eine Anfrage dazu im Ortsbeirat zur Abstimmung gebracht hatten.
Unklar ist noch, in wie weit auch der Ortsbeirat an den Planungen für den Platz vor der ehemaligen Synagoge beteiligt werden solle. Antragsteller Frank Rusko mahnte außerdem den Oberbürgermeister Mike Josef, dem Ettinghausen-Platz die gleiche Priorität einzuräumen wie etwa dem Bolongaropalast. mi