Die Schlossfestinitiatoren des Vereinsrings Höchst müssen immer wieder Flexibilität und Einfallsreichtum beweisen, wenn ein neues Schlossfest auf die Beine gestellt werden soll. Dieses Jahr beweisen Claus Cromm & Co. Humor.
Zeitweise grenzte es in den vergangenen Jahren an ein Wunder, dass das beliebte Spektakel rund um das Höchster Schloss überhaupt stattfinden konnte. Erst im vergangenen Jahr drohten die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen auszuufern. Jetzt haben der Vereinsringschef Claus Cromm und seine Helfer eine große Portion Humor bewiesen und gleichzeitig zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Passend zum diesjährigen Schlossfestmotto „Uns haut so schnell nix vom Sockel“ hievten sie eine Pappfigur des Ritters Hostato auf den noch leeren Sockel des Bismarck-Denkmals an der Rudolf-Schäfer-Anlage.

Ritter Hostato darf zum Schlossfest auf Bismarcks Sockel stehen. Foto: Mingram
Der vom Höchster Künstler Peter Schäfer kreierte Ritter verkündet die Botschaft des Vereinsrings zum Thema Bismarck-Denkmal: Die Statue gehört zu Höchst wie das Schlossfest auch und sollte nicht zum Spielball unnötiger politischer Machtspielchen werden. Peter Schäfer, mit dessen „Ritter Hostato“ seit vielen Jahren die Festschrift illustriert ist, sieht es mit Wohlwollen, dass die launige Kultfigur des Höchster Schlossfestes stärker denn je in den Blickpunkt gerückt ist und nun sogar als Botschafter für ein wichtighes Anliegen der meisten Höchster fungiert. Es dürfe nicht sein, so steht auf einem der den Ritter flankierenden Transparente, dass linke Chaoten mit dem Sturz des Bismarck-Denkmals Tatsachen schaffen, die auch noch seitens der Stadt akzeptiert würden. Deshalb müsse der „Eiserne Kanzler“ so bald wie möglich wieder zurück auf seinen angestammten Platz. mi