24. November 2025

„Kultur für alle“

Mehr als 100 Gäste bei Jubiläums-Festakt zu 50 Jahre Filmforum Höchst

Bildungsdezernentin Sylvia Weber gratuliert dem Filmforum Höchst zum 50. Geburtstag. Foto: Reuß

Zum 50. Geburtstag des zur Volkshochschule Frankfurt (VHS) gehörenden kommunalen Kinos haben Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter sowie Freundinnen und Freunde mit einem Festakt auf die bewegte Vergangenheit des Filmforums zurückgeblickt – und einen Ausblick auf die Zukunft gewagt.

Mehr als 100 Gäste waren nach Höchst gekommen, darunter Vertreterinnen und Vertreter der „Hessenfilm & Medien“, des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, des Film- und Kinobüros Hessen, des Filmhauses Frankfurt, des Bundesverbands der kommunalen Filmarbeit, des Kulturamts und des Ortsbeirats.
Die für die VHS zuständige Stadträtin Sylvia Weber hob in ihrer Eröffnungsrede die Bedeutung des Filmforums für Hilmar Hoffmanns Leitsatz einer „Kultur für alle“ hervor. Der visionäre Kulturdezernent, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, begegne den Besucherinnen und Besuchern im Kino auf Schritt und Tritt – angefangen von der inhaltlichen Konzeption des Kinos als Arthouse-Filmtheater über moderate Ticketpreise bis hin zu einem Sonderprogramm für Kinder. Weber sagte: „Dieses Haus ist auch Hilmar Hoffmanns Haus. Seine Vision einer Kultur für alle in einer Stadt für alle ist auch heute noch unser Auftrag.“
Auch Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig, die die Förderung der Filmkultur in Frankfurt verantwortet, gratuliert zum Jubiläum: „50 Jahre Filmforum Höchst, das ist ein halbes Jahrhundert gelebte Filmkultur! Ganz im Sinne von Hilmar Hoffmans ,Kultur für alle‘. Durch ihn wurde das Filmforum zum kommunalen Stadtteilkino. Heute ist es regional vor Ort in Höchst fest verankert, hat aber längst auch eine internationale Ausstrahlung und Bekanntheit erreicht. Es ist ein Zuhause geworden für internationale Filmfestivals und ein Raum für gemeinsame Kulturerlebnisse. Vereine, Initiativen und Bürgerinnen und Bürger bringen sich in die Programmgestaltung ein, so entsteht ein Ort gemeinschaftlicher Filmkultur. Das ist großartig! Ich gratuliere ganz herzlich und wünsche noch viele produktive Jahre. Weiter so!“
Als Hilmar Hoffmann 1975 die Kommunalisierung der Volkshochschule unter dem Motto „Kultur für alle“ vorantrieb, wurde das Filmforum Höchst zum kommunalen Stadtteilkino. „Wir sind sehr stolz darauf, dass das Filmforum Höchst Teil der VHS-Familie ist“, sagte VHS-Direktor Danijel Dejanovic. „Dort laufen nicht irgendwelche Filme. Es geht um Film als künstlerische Ausdrucksform. Was im Filmforum auf der Leinwand läuft, macht unsere Welt größer.“
Nach Sylvia Webers Rede nahmen Kinoleiterin Sabine Imhof und ihre Vorgänger Bernd Einzinger (bis 1979), Ralf Ebert (1979-1986) sowie Klaus-Peter Roth (1986-2020) auf dem Podium Platz. Gemeinsam ließen sie die Filmforum-Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart Revue passieren.
Der offizielle Teil des Festakts schloss mit der Aufführung des sowjet-ukrainischen Stummfilmklassikers „Der Mann mit der Kamera“ von Dziga Vertov ab. Der Film wurde mit Musikbegleitung durch Künstlerinnen und Künstler des „Gramm Art Projects“ gezeigt. red


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